Nachtrag Nr. 2
Bemerkung: Gültig für Motorräder JAWA-CZ 250
und 350 ccm, Type 353/04 und 354/04 mit Schaltkasten im
Scheinwerfer.
Vergaser
Der neue Vergaser ist im Prinzip mit der früheren Type
fast identisch. Vervollkommnet ist die Anordnung der
Hauptdüse, die in der schrägen Schraube "1"
angebracht ist. Die Düse kann nach Herausdrehen der
Schraube "1" ausgebaut werden, ohne dass der Vergaser
demontiert werden muss.
Schnitt durch die Vergaser 2924 und 2926
1.Hauptdüse
2.Leerlaufdüse
3.Leerlaufluftstellschraube
Vordergabel
Die Arbeitsbeschreibung bei der Demontage der Vordergabel der
Type III wird hiermit folgendermassen ergänzt:
- Die Demontage des Gabelholmes wird durch die Anwendung
einer Vorrichtung erleichtert, die in das Gewinde des oberen
Ende des Führungsrohres "3" an Stelle der
Mutter "1" hereinzuschrauben ist. Durch einen
Schlag auf diese Vorrichtung wird das Tragrohr aus dem
Kegelsitz im oberen Gabelträger ohne Gefahr einer
Gewindeschädigung gelockert. Sinngemäss wird die
Vorrichtung auch beim Wiedereinbau des Gabelholmes in den
Gabelträger angewandt.
- Beide unteren Büchsen (9 und 11) werden zusammen
nach der Abbildung mit Hilfe des Abziehers "S-9"
ausgebaut, der für die Gabel III (mit 2 Büchsen)
gegenüber dem ursprünglichen Werkzeug für
ältere Gabeltypen verlängert ist.
Demontage der Vordergabelbüchsen
Bolzen der Hinterradschwinge
Bei den neueren Motorrädern ist im Bolzen der
Hinterradschwinge kein Gewinde vorgesehen. Deshalb ist der
Abzieher "S-24" einigermassen abgeändert. Die
Stange "A" ist läanger und zum Ausbau des
Bolzens muss man die Mutter "B" benützen. Der
Montagevorgang wurde im Prinzip beibehalten und ist aus der
Abbildung ersichtlich.
Anwendung des Abziehers für den Schwinggabelbolzen
1. Einpressung des Bolzens
2. Austreibung des Bolzens
Elektrische Anlage
Bitte berichtigen Sie den im "Nachtag Nr. 1"
dargestellten Schaltplan: Die Klemme "57"
entfällt und das Kabel des Parklichtes ist an die Klemme
"58" angeschlossen. Für das Bremslicht ist eine
Lampe 6V - 15 W zu benützen. Die Kennzeichenleuchte ist
wie früher mit einer Lampe 6V - 5 W versehen.
% Das Amperemeter wird nicht mehr montiert, und zum Anzeigen
der Batterieladung dient eine im Scheinwerfer untergebrachte
Kontrollampe. Die Kontrollampen (2x 6 V - 1,5 W: rot - Ladung,
gelb - Neutralstellung zwischen dem I. und II. Gang) sind im
Tachometerhalter innerhalb des Scheinwerfergehäuses
angebracht. Der Ein- bzw. Ausbau ist in der Abbildung
dargestellt.
Tachometerhalter mit Kontrollampen
Schaltkasten
Der Schaltkasten ist in der oberen Scheinwerferverkleidung
mittels einer Ringmutter "3" und Unterlagscheibe
"4" befestigt.
Schaltkastenbestandteile
Unterbrecher
Aus dem Bild des neu konstruierten Unterbrechers sind die
unterschiedlichen Bestandteile gegenüber dem Bild 57
erkennbar. Die Leitung "11" und der Kontakthalter
"9" sind miteinander mittels der
Unterbrecherhebelfeder "10" befestigt.
Zerlegter Unterbrecher
Kontrolle des Lichtmaschinenrotors
Die Kontrolle der Rotorwicklung auf Kurzschluss gegen Masse
wird durch Anschluss an den Netzstrom 220 V und
Zwischenschaltung der Lampe "1" 220 V - 15 W, siehe
Abbildung, durchgeführt. Die Lampe wird nur im
Störungsfall aufleuchten (natürlich kann man auch die
Spannung 110 V benützen). Das eine Kabelende wird an die
Rotormasse befestigt, während mit dem anderen der
Kollektor abzutasten.
Schaltplan der Rotorkontrolle
Kontrolle des Lichtmaschinenstators
Die Kontrolle der Spulenwicklungen des Stators auf Kurzschluss
gegen Masse wird nach der Abbildung durchgeführt. Man wird
hierzu den Netzstrom 220 V (110 V) und die Lampe "1"
(220 V/15 W) benützen, nach Entfernung der Widerstandspule
"2" und des Kabelschuhes "3" am Regler. Die
Lampe darf nicht aufleuchten. Sollte dies doch vorkommen, liegt
ein Kurzschluss zur Masse vor, und man muss die fehlerhafte
Spule ausfindig machen.
Einzelne Spulen nach der Abbildung überprüfen. Den
Pluspol des Amperemeters "1" mit dem Anschluss
"61" verbinden. Den Minuspol des Amperemeters
"1" über die Batterie "4" an den
entfernten Kabelschuh "3" des Reglers festklemmen,
wobei die Widerstandsspule "2" abgeschaltet werden
muss.
Der störungsfreie Zustand der jeweils geprüften
Spule wird sich bei dieser Schaltanordnung durch einen
Stromwert von 2-2,2 A bemerkbar machen.
Schaltplan der Statorkontrolle
Schaltplan bei Spulenkontrolle mit Hilfe des Amperemeters
Kontrolle der Reglerwicklungen
Bei dieser Kontrolle eines demontierten Reglers soll das
Amperemeter den Strom von 0,4-0,5 A anzeigen.
Beschreibung der Reglerstellen:
- Durch Anziehen der Schraube "A" wird die
Schließspannung erhöht, durch deren Lockerung
herabgesetzt.
- Durch Anziehen der Schraube "B" wird der
Übergang erhöht, durch deren Lockerung
herabgesetzt.
- Durch Anziehen der Mutter "C" wird die Leistung
erhöht, durch deren Lockerung herabgesetzt.
Bemerkung: In den meisten Fällen genügt es
zum Nachstellen des Reglers nur die Schraube "B" zu
drehen.
Schaltplan für die Kontrolle der Reglerwicklungen